"REFERENDUM"* BENKO 29.03 - 04.04.2016

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Ja, ich denke, dass man "Degrado" durch Privatisierung bekämpfen kann ...Details >>

Die Eingänge des Gebäudes werden außerhalb der Öffnungszeiten verriegelt sein. Damit wird die Gegend in der Nacht noch menschenleerer und somit unsicherer als heute (Entfernung des Busbahnhofs, Schließung der Bahnhofsstraße, Zugang zu Wohnungen über Tunnel...). Auch tagsüber werden soziale Probleme nicht gelöst, sondern lediglich in andere Wohnviertel verlagert.

Ja ich bin dafür, den jetzigen Busbahnhof und ein Teil des Parks zu entfernen ...Details >>

Es wird behauptet, die öffentlichen Grünflächen bleiben erhalten. Das ist falsch: ein Teil des Bahnhofsparks wird zubetoniert und durch einen Trick wird die jetzige Bahnhofsstraße als Park gezählt (obwohl sie äußerlich Straße bleibt). before Der jetzige Busbahnhof wird durch einen Aushilfsbahnhof ersetzt, der so klein ist, dass über ein dutzend zusätzliche Haltestellen entlang der Garibaldistraße eingerichtet werden müssen. Die Kosten dafür trägt allein der Steuerzahler.

before

Ja ich bin dafür, dass in meinem Stadtviertel Arbeitsplätze vernichtet werden ...Details >>

Kaufkraft entsteht nicht aus dem Nichts. Es ist nur möglich, ein so großes Einkaufszentrum gewinnbringend zu bewirtschaften, indem man vorhandenen Konsum aus den Geschäften in den Stadtvierteln entzieht. Vor allen in kleinen Städten wie Bozen ist der entstehende Verdrängungskampf insgesamt schädlich für den Einzelhandel, da Einkaufszentren ihre Monopolmacht in einem ungleichen Wettbewerb ausspielen können. Unterm Strich gehen dabei langfristig Arbeitsplätze verloren.

Ja ich bin dafür, dass sich die Verkehrssituation in der Innenstadt auf unabsehbare Zeit verschlechtert ...Details >>

Mehr als 6000 Autos werden am Tag zusätzlich durch den Tunnel ein- und ausfahren und die Mayr-Nussner-Straße blockieren. Anwohner, Zulieferer und der öffentliche Verkehr in Richtung Innenstadt konzentrieren sich allein auf die Südtirolerstraße anstatt wie vorher auch die Bahnhofsstraße zu nutzen. Eine Beruhigung ist nur mit einer Umfahrung für Bozen denkbar, diese ist aber frühestens in einem Jahrzehnt möglich und dessen Kosten übersteigen bei Weitem den Erlös aus dem Kaufhaus-Projekt (ca 200 Mio € allein für den Tunnel unter den Kohler Berg).

before Situation heute - und morgen?

Ja ich bin dafür, 300 Euro der Signa Holding für Infrastrukturen zu spenden ...Details >>

Die jetzigen Zufahrten zu den Parkplätzen unter dem Waltherplatz und in der Perathonerstraße (City Parking) funktionieren problemlos. Ebenso der Busbahnhof. Trotzdem sollen die Bürger die Kosten für den Ersatz des Busbahnhofs und für den Tunnel zahlen, der in die Tiefgarage des "Kaufhaus" führt und gleichzeitig die jetzigen Zufahrten zum City-Parking ersetzen. Pro Bürger sind dies umgerechnet mindestens 300 € des Verkaufserlöses, die jeder einzelne gezwungen ist, auf diese Weise zu verschenken. Noch nicht einmal einberechnet sind andere unvorhergesehene Kosten, die zu unseren Lasten gehen.

Ja ich bin dafür, dass ein wegen Korruption verurteilter Unternehmer dauerhaft mit der Bozner Stadtpolitik zusammenarbeitet ...Details >>

Das Projekt "Kaufhaus" paralysiert seit mehreren Jahren die Bozner Stadtpolitik und hat dazu beigetragen, dass Bozen kommissarisch verwaltet werden muss. Auch nach einer Genehmigung des Projekts kann davon ausgegangen werden, dass die ökonomischen Interessen der Signa Holding ein großes Gewicht in der Politik der kleinen Stadt Bozen spielen werden und das Kaufhaus nicht das letzte "Aufwertungsprojekt" bleiben wird.

*es ist kein Referendum, sondern eine einfache Umfrage die dazu dienen soll, ein vom Gemeinderat bereits abgelehntes Projekt zu legitimieren (ein Ja als Resultat wäre verbindlich, ein Nein hat nur aufschiebende Wirkung)